Перейти к содержимому

Зов к духу

Otto‑Ernst Fritsch

Erinnerungen an persönliche Begegnungen mit Abd-ru-shin 

Die erste Geburt oben,  auf dem Berg bei Kreuzträgern war 1930; dem Apostel Hans von der Krone und seiner Frau wurde eine Toch­ter,  Irmingard von der Krone, geboren. Die erste Gralsseele, die nach vielen Jahrtausenden (vielleicht nach Jahrhunderttausenden) wie­der auf die Erde inkarnieren konnte. Im folgenden gebe ich die Er­klärung Abd-ru-shin’s hierfür wieder:

Durch das immer tiefere Sinken der Erdenmenschen und durch ih­re Trennung von dem Geistigen wurde die Erde immer dunkler und sank immer tiefer. Auf anderen Planeten lebten reine Menschengei­ster, die aber noch nicht so reif waren,  um aufsteigen zu können in das Licht, die aber auch nicht mehr auf die Erde inkarniert werdet konnten,  weil die Erde zu dunkel geworden war. Diese Menschengeiste – der Herr nannte sie Gralsseelen, weil das Geistige noch nicht genug? entwickelt bei ihnen war- konnte durch das irdische Sein des göttli­chen Trigons, hier auf Erden nun wieder hier inkarniert werden. Sie haben durch ihre Geburt hier auf Erden nun die Gelegenheit, weiterzureifen, bis sie so vollendet sind, das sie aufsteigen können in das Paradies.

Inzwischen leben schon viele Gralsseelen auf der Erde und vie­le davon sind begnadet, zur Stunde der Heiligen Verkündung vom Menschensohn und vom Heiligen Berg künden zu dürfen.

Im Mai 1932, als ich schon ein halbes Jahr auf dem Berg war, kamen auch meine Eltern. Da beide, besonders mein Vater, hohe Berufene wa­ren,  ließ Abd-ru-shin sie zu sich rufen und hielt ihnen einen 1 1/. . . ? stündigen Vortrag. Einiges hierüber habe ich an anderer Stelle be­reits berichtet, z. B. . die Aussage des Herrn, daß der Bolschewismus zur Endzeit auf der ganzen Erde herrschen,  würde, wobei sich der Herr selbst unterbrach und zu meiner Mutter sagte: „Nein, wie Sie es glauben, ist es nicht, die Russen kommen nicht nach den Verei­nigten Staaten, sondern es wird dieser Ungeist auf der ganzen Erde herrschen, und Deutschland wird auch einmal zweigeteilt sein; kurz vor dem Ende wird Bayern sich lösen von Deutschland, die Russen werden nach Deutschland kommen, werden durch besondere Ereignisse wieder nach Rußland zurückfluten, weil ehe dort große furchtbare Kata­strophen geschehen.“

Bei einer späteren Gelegenheit sagte der Herr zu meiner Mutter „ Die Russen sind das erste Volk auf dieser Erde, das in seiner Ge­samtheit das Licht erkennt. Das russische Volk ist trotz aller Grausamkeiten der Herrschenden innerlich rein geblieben und darum wird dort das Heilige Wort Fuß fassen.“

Wiederum ein andermal sagte der Herr: „Das russische Volk die­ser Erde, ist das erste Volk, welches sein schweres Karma abgetra­gen hat.“

Da ich den Herrn von 1931 bis 1941 gekannt,  erkannt und erlebt habe, sind diese 10 Jahre ein so gewaltiges Geschehen, das ich na­türlich in der Rückerinnerung nicht immer die Zeit sagen kann, wann er dieses oder jenes Wort, diese oder jene Verheißung aussprach; denn seine ganze Lehre ist ja eine Einheit, und eines läßt sich nie vom anderen trennen. Auch zum Thema „Beamtentum“ äußerte sich der Herr, und zwar in dem Sinne, daß das ein unnatürliche Einrichtung  ist, die gegen das „Schöpfungsgesetz Bewegung“ verstößt. Es wird später niemals mehr ein Mensch zeitlebens in einem großen Betrieb oder bei einer Behörde sein können, wenn er sich nicht innerlich bewegt und den Erfordernissen und Verpflichtungen nachkommt.

Erschütternd ist, daß ich die Worte des Herrn, die ich bei den vielen, vielen Begegnungen mit ihm noch in Erinnerung habe, nicht wort­getreu wiederzugeben vermag. Bei den unzähligen Begegnungen sagte der Herr auch manchmal etwas scheinbar Bedeutungsloses, was aber im­mer einen tiefen Sinn hatte, z. B. einmal bei einer kurzen überra­schenden Begegnung, die ich im Alter von 22 Jahren mit dem Herrn auf dem Vomperberg hatte. Jung, stürmisch und unbändig, wie ich war, rannte ich oben von der Siedlung hinab zum Gästehaus Weberhof (der damals noch dem Bauer Wurm gehörte und erst einige Jahre später durch Kauf in die Hand von Oskar Ernst Bernhardt, also des Herrn, gelangte). Als ich um die Ecke bog, wäre ich beinahe mit dem Herrn und mit Herrn v. der Krone, die miteinander sprachen, zusammengeprallt. Vor Schreck konnte ich nur „oh!“ stammeln. Der Herr lachte über meine Verblüf­fung und sagte freudig und freundlich: „ja, blau ist die Treue!“ (Ich hatte nämlich jahrelang immer eine bayrisch-blaue Leinenjoppe ge­tragen; ich liebte dieses Blau ganz besonders.) Und dann wiederholte der Herr: „ja, blau ist die Treue!“ Später sagte der Herr auch noch zu mir: „Sie haben immer viele Anfeindungen meinetwegen gehabt und werden sie späterhin auch noch in verstärktem Maße haben. Aber Ihre große Treue zu Christus und zu mir hebt Sie über diese Menschen.“ (Was ich damals noch nicht wußte und mir nicht erklären konnte: ich hatte mit all den Aposteln und Jüngern und hohen Berufenen schwere und schwerste Auseinandersetzungen – aber nur mit denen – die später .. abfielen. Den kommenden Abfall konnte ich allerdings damals nicht ahnen. Hierdurch hatte ich natürlich sehr viel Leid und Demütigungen ausstehen müssen, so daß der Herr später einmal zu Herrn v. der Krone sagte: „kein Menschengeist hätte mir die Treue,  gehalten bei der An­feindung,  die der junge Fritsch meinetwegen erdulden mußte.“ Alle geistigen Kämpfe vollziehen sich im irdischen Grobstofflichen und da wir Menschen geister mehr unbewußt sind als bewußt (wir sind ja nur Entwickelte, oder wie Abd-ru-shin sagte, Kinder der Schöpfung),  so werden wir alles Menschengeister hier auf Erden alles immer nur unvollkommen erkennen selbst diejenigen, die eine höhe Reife haben. Die Erkenntnis reift ja nur durch viele Erleben in Jahrtausenden; ich wiederhole in Jahr -tausenden).

Mehrfach hat der Herr betont, daß die Erde der einzige Punkt in der ganzen Schöpfung ist, wo Menschengeister verschiedener Reifegrade zusammenkommen können. Es gibt unzählige Planeten in allen sieben Schöpfungsteilen, wo Menschengeister wirken. Darum ist unser Planete Erde auch der wichtigste Brennpunkt im geistigen Kampfe. Meines Wissens ist Christus körperlich auf keinem anderen Planeten gewe­sen. Vom Menschensohn Imanuel weiß ich, daß er alle sieben Weltentei­le durchwanderte,  während Christus,  wie Abd-ru-shin uns sagte, ein Not­opfer und deshalb sozusagen eine überstürzte Hinabsenkung in die Grobstofflichkeit war.

Immer wieder, hunderte Male, vielleicht kann ich sagen unzählig Male, wies Abd-ru-shin darauf hin, das Geben seliger als Nehmen ist. Nur im Geben kann der Mensch reifen. Nur im Geben kann er geistige Saat für spätere Ernte ausstreuen. Eigenartig: im Irdischen wissen alle Menschen genau, daß sie Waren in einem Geschäft oder Kaufhaus nur bekommen, wenn sie vorher bezahlt haben. Oder ein anderes Bei­spiel:  Zuerst muß man Vertrauen schenken, bevor man Vertrauen ge­schenkt bekommt. Oder: zuerst muß man Freund sein, bevor man sich Freunde erwirbt. Und zuerst muß man Liebe schenken, bevor man Liebe erntet. – Abd-ru-shin hat uns seine große Selbstlosigkeit immer vorgelebt. Immer dachte ER nur an andere und nie an sich selbst. In den „Ermahnungen“ sagte ER z.B., das ER zur Hilfe für die Kreuz­träger auf dem Berg des Heiles Wünsche geäußert hatte, die auf das Wohl der Allgemeinheit wie des Einzelnen zielten: da die Meisten den eigentlichen Sinn aber mißverstanden, hob er diese Wünsche wieder auf . –

Ich kann mir vorstellen, das auch Christus oft eine namenlose Traurigkeit hatte wie Abd-ru-shin. Sehen wir das Beispiel aus der Geschichte: was ist von der Lehre Christi übrig geblieben? Der Sinn seiner Lehre ist in diesen zwei Jahrtausenden nicht erfüllt wor­den: Gott zu lieben über alles und den Nächsten wie sich selbst.

So sagte mir Abd-ru-shin in Kippsdorf oben in seinem Zimmer einmal sehr traurig: „kein Mensch hätte die Lehre Christi benötigt wenn er nach dem gelebt hätte, was in allen Menschengeistern gleichmäßig versenkt worden ist,  Lichtsehnsucht ! Wer die Lichtsehnsucht nicht in sich unterdrückt, dem wird alles zuteil,  aber auch alles! Er wird wie mit einem unsichtbaren Seil hinauf­gezogen,  und Erkenntnis wird ihm über Erkenntnis, tausendfältig.  Wenn ein Menschengeist nur einen Satz von Christus in sich auf­genommen hat und lebendig gestaltet, steigt er aufwärts und er braucht auch nicht meine Lehre“.

Bei einer anderen Gelegenheit oben auf dem Vomperberg hatte mir der Herr (es dürfte im Jahre 1933 gewesen sein) gesagt: „Ein Menschengeist, der ganz tief im Schlamm steckt, aber in dessen In­nersten die Lichtsehnsucht nicht erloschen ist, steht meinem Her­zen näher als ein Menschengeist, der schon sehr hoch steht, bei dem aber die Lichtsehnsucht erloschen ist.“

Soweit ich die Botschaft erkannt habe, können Menschengeister sogar gerettet werden, die an sich so tief gesunken sind, das sie eigentlich verloren sind, die aber im letzten Augenblick durch die Lichtsehnsucht eine solche Kraft entwickeln, daß sie dadurch gerettet werden können. Umgekehrt müssen aber Menschengeister, die sehr hoch stehen und eigentlich nach ihrem Wert gerettet würden, dann versinken wenn diese Lichtsehnsucht in ihnen erloschen ist. Dieses ist an verschiedenen Stellen der Gralsbotschaft angedeutet.

Daß Hohe und Höchste stürzen können, beweisen ja Luzifer, Amfortas und der weiße Ritter Friedrich Halseband,  der als einziger Menschengeist in nächste Nähe von Imanuel sein durfte und in des­sen Gralsbotschaft Imanuel schrieb: „Du bist der einzige Menschen­geist,  der mir bis zu den Stufen meines Vaters folgen darf!“ Und ge­rade der weiße Ritter hat in den schwersten Stunden Imanuel – Parzival – Abd-ru-shin’s versagt. Er hat anstatt dem Menschensohne zu helfen, sich im Jahre 1937 gelöst und war fortgegangen. Brennend steht in meiner Seele, und ich möchte es allen Kreuzträgern zuru­fen: „wachet, daß ihr nicht stürzt!“

Kein Menschengeist kann von sich behaupten, das er immer und immer und allezeit dem Lichte treu verbunden bleibt. Denn die Ver­dunklung,  Erstarrung,  die Gefahr ist sehr groß. In diesem Zusammen­hang möchte ich an ein Gebet des Herrn erinnern (der Herr hatte bei den meisten Vorträgen, die er oben auf dem Vomperberg in der Andachtshalle hielt, ein eigenes Gebet geformt: so auch dieses, was ich mir immer warnend vor Augen halte): „Mein Vater, ich bitte Dich innig: laß Dein großes Opfer nicht umsonst sein! Hilf all den Menschengeistern,  die sich durch mein Wort lösen können vom Dunkel, hilf auch allen denen die durch meine getreuen Helfer das Heilige Wort erkennen können.“ 

In Kippsdorf sagte mir der Herr:„eigenartig, die Nazionalisten? haben so viele Begriffe aus dem Geistigen gebracht, obwohl sie nichts davon wissen. Wie kamen sie dazu,  den Vomperberg (die Gralssiedlung wurde 1938 von den Nazisten? beschlagnahmt) als Gauschulüngsburg  zu benennen?

Das Wort Schulungsburg ist ein geistiger Begriff. In den höhe­ren Ebenen dürfen die Menschengeister, die durch Fleiß und in Licht­sehnsucht am sich arbeiten und sich höher entwickelt haben als andere in dieser Ebene, in den Schulungsburgen Unterricht bekommen. (Ich kann alles nur sinngemäß wiedergehen, aber nicht wörtlich). Wenn sie diese Schulungszeit bestanden haben, was aber vorher schon eine noch größere Läuterung bedingt hat, so dürfen diese Menschengeister dann in eine höhere Ebene kommen,  wo sie ebenfalls wieder in einer Schulungsburg ihrer geistigen Entwickelung weiterarbei­ten dürfen.“  Wiederum fragte der Herr: „eigenartig,  wie kommen die zu diesen geistigen Begriffen?“ (Wenn auch das Wort verbogen war, die nannten es „Gauschulungsburg“).

Immer wieder erschütterte mich in all den Jahren das Wort des Herrn ganz besonders,  was er mir das letzte Mal 1941 in Kippsdorf sagte: „Herr Fritsch, alle Kreuzträger werden erst dann ein Ahnen bekommen von der hohen Kraft des Heiligen Wortes,  wenn alles auf Erden zusammenbricht, stürzt, vergeht, zusammenfällt, wenn tiefste Nacht auf der ganzen Erde herrscht und das Dunkel so groß ist, daß Verzweiflung alle Menschenherzen erfaßt; denn erst, wenn alle Menschen strahlend das Heilige Kreuz der Wahrheit sehen, erst dann werden die Kreuzträger, die Bekenner der Gralsbotschaft erfahren, welch gewaltige göttliche Kraft ihnen von oben wird.“ (Dieses ist schon ziemlich wörtlich, zumindest ganz dem Sinne entsprechend.)

Otto‑Ernst Fritsch